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Thema: Das und die Klima.... (BMW-E24-Forum)

erwin @, Barcelona, Donnerstag, 30. Juli 2020, 08:09 (vor 13 Tagen)

Hallo 6er-Freunde,

nachdem es in Barcelona schon seit 3 Wochen drückt, ist sowas wie Sommer ja wohl auch wieder mal in DE angekommen. Nächste Woche ist aber wohl schon wieder Schluss damit, pünktlich zu miner Rückreise nach DE.
Aber in Heidelberg soll es heute oder morgen 38 Grad warm werden. Das ist ein Temperaturniveau, was ein "typischer" Eifler nicht mehr aushalten kann, sich ein untypischer, ich, aber beginnt wohl zu fühlen. ;-)

Bei der Witterung wird dann der Eine oder Andere doch mal wieder seine Klima einschalten.

Klima in jeglicher Form war ja das grosse Thema der letzten Jahre und hat jetzt wegen Covid-19 mal eben Pause. ;-)

Aber wegen Klima und Umwelt können wir (die Amis, Inder, Russen, Afrikaner, Südamerikaner, Asiaten und besonders die handvoll Chinesen schon) ja auch nicht mehr das gute alte effiziente R12, mit seinen grossen Molekülen verwenden.

Als Ersatz wurde uns ja das R134a auf's Auge gedrückt. Ein ansich gutes Gas, was ja nun auch bald verschwinden soll, weswegen ich mir noch 2 Flaschen für damit erstausgerpstete Autos im Keller habe und werde mir noch ein oder zwei zulege, nachdem die Preise nn wieder kräftig gefallen sind.

In Asien und besonders Indien wird scheinbar viel mit Butanen, Propanen und Propenem experimentiert, wie mittels Bing statt Google gefundener Studienarbeiten verschiedener Unis dort belegen. Auch chinesische Arbeiten konnte ich finden, aber leider nicht lesen, obwohl ich das letzte Jahr für BMW-München oft dort war. :-)

Nun, wie schon angedeutet, wird auch R134a bald vom Markt verschwunden sein und es gilt weiter nach einem Ersatz zu suchen.....

Ersatz gibt es schon lange und war schon in der Tat DAS Standardmittel: Isobutan, Isopropan und Propene. Alle diese GAse sind natürliche Gase und sorgen in Milliarden Küchen oder auf Campingplätzen für gekochtes Essen oder warme Füsse.

In der DDR wurden sie - mangels Verfügbarkeit von R12 oder R22 schon seit den 60er-Jahren eingesetzt und von dort nahmen sie, nach der Wende 1989/90 den Weg in die HAushalten, in Form von Grünen Kühlschränken. Die ersten Firmen die sie herstellten, waren welche aus dem Osten. Heute sind sie Standard.

Die Vorschriften sind aber in der EU mal wieder etwas "man kann sich nur an den Kopf fassen", als zu Beispiel bei den vernünftigeren Schweizern. Dabei geht es um die Fragre wieviel Propan oder Butan ein Kühlschrank haben darf, damit er in einer Küche stehen darf, 400g oder mehr, wie in der Schweiz. Eine GAsflasche mit 20L zum Kochen darf und steht selbstverständlich in der Küche, aber 500g in eine Kühlschrank in einem geschlossenen System ist zuviel. Da kratzen sich dann Leute wie ich am Kopf.


Bon, es geht um den oder die Ersatzstoffe für die Klimaanlagen und wie es aussieht wird es wegen der Grünen Welle nur auf die natürlichen und zudem sehr effizienten Gase hinauslaufen. In Asien und auch USA experimentiert man schon fleissig an Rezepturen, die sehr gute Resultate ergeben, besser als R12, R22 und R134a u.a..
Einziger Nachteil: sie sind alle brennbar und daher haben manche die Hosen voll.

Ich habe das hier in der Vergangenheit schon ein- oder zweimal angesprochen und ich habe vor 3-4 Jahren mit verschieden Füllungen experimentiert.

Um es gleich voraus zu nehmen, für mich kommt im Moment NUR ein Füllung aus ca. R290/R600 (IsoPropan/IsoButan) infrage. R134A kommt nur in meinen X5 und den Golf meiner Senora. In alten Anlage kann es leider die erfoderliche Abkühlung der durch den Verdampfer geführten RAumlauft nicht erbringen, da der Verdampfer etwa die doppelte Wärmetauscherfläche benötigt als ein vergleichbarer mit R12 betrieberne ODER ein mit R290/R600 betriebener.

Nach meiner Lahre als Werkzeugmacher habe ich mich in meinem Maschinenbaustudium 3 Semester mit Thermodynamik beschäftigt und - da schon 40 Jahre her und fast alles wieder vergessen - mich die letzten Tage mit dem Theam wieder vertraut gemacht und die Grundlagen nochmal aufgearbeitet. Zudem habe ich in den letzten Jahre für eine deutsche Firma die Kältemaschinen baut gearbeitet und da auch noch aus der Parxis einiges gelernt. Kühlanlagen für das Rechenzentrum in einem Atomkraftwerk, mit bis zu 500L Gas, in dem Falle R134a ist schon etwas komplexer als eine Anlage im Auto mit 0,5 bis 1,2L Gas.

Ich habe verscheidenes Gase thermodynamisch untersucht und auch natürliche Gase, die in USA und China schon produziert werden, hierzulande aber eher noch unbekannt sind.

Wenn das Thema hier interessiert werde ich mal eine Abhandlung mit Bilden und Diagrammen und Tabellen hier erstellen und die Prozesse theoretisch und in der praktischen Anwendung erklären.

Ansonsten spare ich mir den Auswand - das dauert ein paar Stunden - und wende meine Ergebnisse für ich an.


Ich warte dann mal auch Eure Reaktionen und grüsse in den warmen Norden,

Erwin


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